Restaurants auf Antigua

Ich bin nicht gerade ein Gourmet, und noch dazu Vegetarier. Ich bemühe mich, ein paar für alle nützliche Informationen aufzulisten, aber da kann wirklich jeder anderer Ansicht sein. Ich freue mich über Kommentare (von Leuten, die Antigua kennen).

Fast Food

Die einzige Fast-Food-Kette, die auf Antigua Fuß gefaßt zu haben scheint, ist Kentucky Fried Chicken. Es gibt zwei Filialen, eine in der Innenstadt (Ecke High Street/Thames Street) und eine am nördlichen Stadtrand in der Fort Road. Letztere ist ein "Drive In", erstere ist mittags meistens überfüllt. Ein Leser schrieb, Anfang 2006 habe er auch eine Filiale von Subway entdeckt.

Mid East Fast Food (groß)
Ein ausgezeichentes Fast-Food-Restaurant ist Mid East Fast Food in der Newgate Street, nur ein paar Meter von der Kathedrale entfernt. Dort gibt es vegetarische Falafel-Sandwiches, aber auch Gerichte mit Lamm- oder Hühnchenfleich. Die Preise sind sehr zivil. Man sollte sich nicht vom etwas heruntergekommen Äußeren abschrecken lassen; Ich hatte dort sicherlich 20mal Mittagessen und wurde nie enttäuscht (und mir wurde auch nie übel). Was auch sehr angenehm ist: Ein Essen zum Mitnehmen kaufen und sich dann im Friedhof der Kathedrale auf irgendein Grab setzen. Die Aussicht ist gut, und jeder macht's. Es gibt auch eine Anzahl von chinesischen Restaurants in der Church Street, aber die habe ich nie ausprobiert. Ein Leser schrieb mir, das Essen dort sei sehr gut und preiswert (ganzes Menü mit riesigen Portionen für 7 EC-$).

Pizza


 Eine "Small" Pizza im
 Big Banana (groß)
Eines meiner Lieblingsrestaurants auf Antigua war die Pizzeria Big Banana. Das Hauptrestaurant ist am Redcliffe Quay (Redcliffe Street), eine Filiale im Flughafengebäude. Die Speisekarte ist etwas unterschiedlich. Im Stadtrestaurant werden die Größen "slice", "10 inch", "small", "medium" und "large" angeboten; "Small" schafft jemand nur mit dem größten Hunger. Für ein Normalsterblichen-Mittagsmahl tut es ein "slice" oder "10 inch" vollkommen. Es gibt auch gute Salate, vernünftige Nudelgerichte und Sandwiches sowie exzellenten "Lime Squash" (die lokale Limonade). Allerdings kann es etwas laut werden, besonders dann, wenn am nahen Pier gerade 1000 und mehr Touristen aus einem Kreuzfahrtschiff freigelassen wurden! Das Flughafenrestaurant hat nur wenig mehr Charme als ein durchschnittliches Flughafenrestaurant und ist klimatisiert, während man im Stadtrestaurant unter einem Zeltdach draußen sitzen kann. Sie liefern auch - das kann aber schon mal länger dauern.

Es gibt auch noch eine Pizzeria am Ostende der St. Mary's Street, die Pizza schmeckte gut, war aber vergleichsweise teuer.

Eine dritte Pizzeria ist in English Harbour, auf der rechten Straßenseite, gleich nachdem man in Richtung Nelson's Dockyard an der Marina vorbeigefahren ist. Es war nicht allzu bequem, aber die Pizza schmeckte gut.

Schließlich ist noch "Paris Pizza" zu erwähnen, eine Pizzeria und Steakhaus in einem. Den Laden erreicht man, wenn man auf der Fort Road aus St. John's herausfährt, bis die Straße einen Knick nach rechts macht (ca. 17°10'N) und ihr dann den Berg hoch weiter folgt; auf der linken Seite ist Paris Pizza. Man sitzt sehr nett (bei plätscherndem Brunnen), die Gerichte sind nicht die preiswertesten, aber durchaus gut.

Lokale Küche

Insbesondere in der Stadt gibt es eine große Zahl lokaler Restaurants, die oft nur wenige Standard-Gerichte anbieten; Hühnchen mit Reis ist beispielsweise sehr populär, aber oftmals kann man auch einfach hingehen und Sonderwünsche äußern - als Vegetarier habe ich meist nach Reis mit gemischten Gemüse gefragt, und das war nie ein Problem. Viele dieser Restaurants haben nur um die Mittagszeit auf und richten sich vornehmlich an die arbeitende Bevölkerung der Stadt. Die Preise sind vergleichsweise günstig. Ein solches Restaurant ist beispielsweise Claudia's Place auf der Long Street zwischen Church Lane und Cross Street. Ein vegetarisches Restaurant namens "Natural Nyams" ist auf der Cross Street (zwischen St Mary's Street und Redcliffe Street); sie haben Rasta-Essen gemischt mit einer ansehnlichen Dosis diverser Ideologien (Rasta, Christentum, sonstige) - allein schon deswegen einen Besuch wert. Nur zum Frühstück und Mittagessen geöffnet.

Dann gibt es noch den Commissioner Grill am Hafen-Ende der St Mary's oder Redcliffe Street (nicht sicher). Die Sitzplätze draußen sind beschränkt, und wenn man drinnen ist, sollte man sich nicht unter einen der großen Ventialtoren setzen ;-)

Sonstiges

Hemingway's in der Nähe von Redcliffe Quay hat eine sehr schöne Terasse im 1. Stock zum Draußensitzen, und man hat einen netten Blick auf die großen Kreuzfahrschiffe und die vielen Touristen, die herauskommen. Das Essen ist leicht und preislich im Mittelmaß (haupsächlich Salate, Burger und Sandwiches).

Chutney's bietet indische und karibische Küche zu mittleren Preisen; das Restaurant liegt rechts an der Fort Road, wenn man aus St. John's hinausfährt.


Amigos (groß)
Für einen Margherita oder ein paar Tacos, während man verträumt der untergehenden Sonne zusieht, gibt es keinen besseren Platz als das mexikanische Amigos an der Runaway Bay, gar nicht weit vom Casino. (Strenggenommen ist es wohl eher texanisch als mexikanisch, aber sie geben sich Mühe.) - Ein paar Einfahrten weiter ist auch der Lobster Pot, zu dem ich aber kein Urteil abgeben kann.

Das Essen im Coconut Grove-Hotel war ausgezeichnet, wenn auch nicht ganz billig; das Frühstücksbuffet hat ein Kollege von mir als eher langweilig bezeichnet. Das Hotel befindet sich an der Straße von Dickenson Bay ins Landesinnere (der Straße, an der auch Paris Pizza und das "Putters" liegen).

The Home Restaurant ist etwas luxuriöser, liegt nördlich außerhalb St. John's, und bietet lokale und internationale Küche (die Inhaber sind ein deutsch-antiguanisches Ehepaar). Sie haben eine eigene Webseite: www.thehomerestaurant.com.

Wenn man nicht selbst zahlt

Es gibt ein paar Restaurants auf Antigua, bei denen man zweierlei vermeiden sollte: (a) mit kurzen Hosen und Sandalen anzukommen, und (b) die Rechnung selbst zu bezahlen. Ich habe davon nur zwei ausprobiert, aber wenn von Läden wie dem "Coco's" oder "Catherine's" die Rede ist, fallen die wahrscheinlich in die gleiche Kategorie.


Julian's (groß)
Ersteinmal wäre Le Bistro zu erwähnen, ein französisches Restaurant (wer hätte das gedacht!) im Norden der Insel. Fast überall auf der Insel sind am Straßenrand Schilder angebracht, man kann es also nicht verfehlen. Es etwas abseits der Straße zwischen dem Flughafen und Cedar Grove, in der Nähe von Jabberwock Beach. Das Essen ist recht gut, und die Atmosphäre ist auch angenehm.

Dann gibt es noch Julian's in der Innenstadt, in dem man mit all seinen Vorurteilen über die englische Küche aufräumen kann. Das Restaurant liegt an der Ecke Church Street und Corn Alley; man kann drinnen oder draußen sitzen, und im oberen Stockwerk befindet sich noch eine gemütliche Cocktailbar (siehe meine Nightlife-Seite). [Julian's ist im Augenblick geschlossen.]

Zu guter Letzt

Ein paar Etablissements auf meiner Nightlife-Seite bieten auch Mahlzeiten an - siehe dort.

Nach meiner Erfahrung haben Restaurants in St. John's meistens am Sonntag zu, während die weiter entfernten oft geöffnet sind. Die meisten sind nicht das ganze Jahr in Betrieb; insbesondere der Süden trocknet zur Hurricane Season aus.

Hier ist eine Karte mit einigen der genannten Orte.


  Frederik Ramm, 2006-03-09