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![]() Der Hurrikan Jose am 20. Oktober 1999 um 18:45 UTC. Antigua ist der grüne Punkt fast genau in Bildmitte, am unteren rechten Rand der violetten "Wolke". Vergrößern |
Wo wir bei Geräuschen sind: Es war eine seltsame Nacht, in der der Regen unermüdlich auf unsere Dächer herniederprasselte. Die Dächer waren aus Holz und mit Blech abgedeckt, was einen hervorragenden Resonanzkörper abgab.
Ich verbrachte den ganzen Mittwoch im Bett. Es war eigentlich gar kein richtiger Tag, mehr so ein fließender Übergang zwischen Morgengrauen und Abenddämmerung. Gegen Mittag gab es einmal recht gutes Wetter, sogar ohne Regen - das muß das Auge des Sturms gewesen sein, denn danach wurde es wieder schlimmer. Am Donnerstag war dann fast alles wieder normal, also ging ich zur Arbeit. Auf den Straßen lagen ein paar Baumstämme, und es dauerte noch ein paar Tage, bis der Strom wieder da war (einige Ampeln waren noch Monate später außer Betrieb), aber das schlimmste war überstanden. Der Schaden war insgesamt nicht allzu groß, doch trotzdem haben eine Anzahl von Leuten ihre Häuser und ein paar ihr Leben verloren.
Offenbar werden hier in solchen Notlagen routinemäßig die gesamten Bediensteten der staatlichen Telefongesellschaft zu Aufräum- und Reparaturarbeiten herangezogen (und andere Staatsangestellte/Beamte wohl auch). Lustig! Natürlich nicht für die.
![]() Straßenschaden nahe Dickenson Bay nach Lenny (Foto: Alan B. Scholl) |
Während und nach Lenny waren einge Straßen unbenutzbar, weil man sie einfach
unter dem ganzen Schlamm und Wasser nicht sehen konnte. Andere sind teilweise
weggespült worden, und obwohl Lenny nicht so viel direkten Schaden angerichtet
hat wie Jose, dauerten die Aufräumarbeiten danach deutlich länger.
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