Montserrat

Montserrat ist eine Insel von ungefähr 100 Quadratkilometern, 15 Minuten Flugzeit (oder etwa eine Stunde mit der Fähre) von Antigua entfernt. Montserrat ist ein "British Overseas Territory" (der moderne Ausdruck für eine Kolonie...), aber es wird der EC$ als Währung eingesetzt. Ein großer Teil der Bevölkerung hat die Insel verlassen, als im Juli 1995 der Soufriere-Vullkan im Süden der Insel ausbrach. Zur Zeit meines Besuchs auf Montserrat lebten dort etwa noch 6.000 Menschen.


180°-Panorama vom Landesinneren von Montserrat. Volle Größe laden (2509x420)

Für mich als jemanden, der Antigua gewohnt war, waren die vielen Süßwasservorkommen und die erstaunliche Pflanzenwelt der Insel sehr reizvoll. Verglichen mit Montserrat is Antigua wirklich ein äußerst trockener Ort.

 
Landschaft auf Montserrat. Vollbild links (640x480), rechts (960x1280)

Nach dem Vulkanausbruch hat sich der Schwerpunkt des Insellebens von der ehemaligen Hauptstadt, Plymouth, nach Little Bay im Norden der Insel verlagert. Dort hat man auch "vorübergehende" Regierungsgebäude errichtet.

 
Fahrt nach Plymouth in der "Daytime Entry Zone". Vollbild links (1280x960), rechts (640x480)

Ich hatte auch Gelegenheit, die Insel mit einem kleinen Flugzeug zu umrunden (der Flugplatz ist seit dem Vulkanausbruch geschlossen), und erst aus der Luft sieht man das ganze Ausmaß des Schadens, den der Vulkan angerichtet hat.

 
Plymouth und Umgebung aus der Luft. Vollbild links (1280x960), rechts (1280x960)

Tips

Jedem, der einen oder zwei Tage erübrigen kann, kann ich den Abstecher nach Montserrat nur wärmstens ans Herz legen. Die Hin- und Rückfahrt mit der Fähre kostet etwa EC$nbsp;80, und es kommen auch noch EC$ 50 "departure tax" hinzu (da man Antigua ja verläßt, um in ein fremdes Land zu reisen!). Außerdem wohl noch einmal EC$ 50-100, wenn man sich auf Montserrat von einem Taxi zu ein paar netten Plätzen bringen läßt.

Die Fähre - die "M.V. Opale Express" in meinem Fall - legt im Hafen von St. John's ab und fährt bis Little Bay. Wenn man aus Montserrat zurückkommt, muß man natürlich wieder Zoll und Ausweiskontrolle passieren, also sind ein paar Verzögerungen einzuplanen... aber so schlimm kann es nicht sein, denn viele Bewohner Montserrats machen die Tour ja einmal pro Woche zum Einkaufen.


Panorama von Little Bay im Norden der Insel; links die Regierungsgebäude. Vollbild (1803x451)

Man kann auch mit dem Hubschrauber auf die Insel fliegen, das ist angeblich gar nicht viel teurer als die Fähre (im Preisbereich EC$ 120 für den Hin- und Rückflug), aber ich habe es nicht probiert.

Natürlich gibt es auf Montserrat auch Touristenunterkünfte; wer also gerne etwas länger bleiben möchte, findet sicherlich einen netten und nicht zu teuren Platz in einer B&B-Unterkunft oder einem kleinen Hotel. Ich fand, daß die Leute auf Montserrat sehr freundlich gegenüber Touristen waren.

Es gibt nur eine brauchbare Karte von Montserrat, die sollte man im Map Shop auf Antigua bekommen. Ich erinnere mich, daß die Karte auf Montserrat selbst nur den halben Preis (etwa EC$ 12) kostete, aber so ist das Leben - auf Antigua bezahlt man wahrscheinlich noch den Zoll mit ;-)

Links

CIA World Factbook über Montserrat
Montserrats Webseite auf http://www.ms/ - netter kurzer URL, oder?
The Montserrat Reporter

Mehr Fotos

Befestigungsanlagen bei Little Bay (Vollbild 640x480)
Verlassen der Insel auf der Fähre (Vollbild 640x480)
Ein ehemaliger Golfplatz unter Schlamm und Asche (Vollbild 1280x960)
Serpentinenstraße im Landesinneren (Vollbild 1280x960)
Kleine Kirche an der Westküste (Vollbild 640x480)
Luxusresidenz an der Westküste (Vollbild 640x480)
Häuser in Schlamm und Asche (Plymouth) (Vollbild 640x480)
Die Fähre M.V. Opale Express (Vollbild 640x480)


  Frederik Ramm, 2001-05-25