Hamburg (dpa) - Unternehmen in der DDR kippen
jährlich Zehntausende Tonnen giftiger Abfälle in die
Elbe und lassen den Fluß so zur Kloake verkommen.
Dies belegt nach Angaben des Nachrichtenmagazins Der
Spiegel eine bisher geheimgehaltene Studie aus dem
Ostberliner Umweltministerium. Die Belastung des
Flusses mit dem Schwermetall Cadmium - so der Bericht
- übertrifft die Trinkwasser-Richtlinien der
Europäischen Gemeinschaft bis zum 90fachen, beim
gefährlichen Quecksilber sogar bis zum 250fachen.
Laut Spiegel dokumentiert die Studie, daß die DDR
insgesamt 90 Prozent der Elbschadstoffe in den Fluß
kippt, nur ein Bruchteil stamme aus der UdSSR. Zu den
schlimmsten Elbverschmutzern in der DDR zählt das
Chemiekombinat Bitterfeld. Auch die Zuflüsse der Elbe
seien inzwischen zu Kloaken verkommen. Klärwerke, die
Entlastung bringen könnten, gebe es kaum.