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Viele suchten sich ziemlich ungewöhnliche Plätze, um in den Genuß besserer Aussicht zu kommen.
Autos, die auf diese Weise unbrauchbar geworden waren, konnten immer noch als Mülleimer dienen:
Das "Höchster Kreisblatt" berichtete am Dienstag über die Aufräumarbeiten in Berlin unter dem Titel Deutsch-deutsche Müllberge.
Wo die Mauer offen war, bildeten Westberliner und Besucher ein Spalier für die aus dem Osten heranrollenden Trabis. Blumen wurden zur Begrüßung bereitgehalten, und Reporter versuchten, die Touristen vors Mikrofon oder die Kamera zu bekommen. (Interessanter als die Blumen war natürlich das "Begrüßungsgeld", das jeder DDR-Besucher erhielt. Mehr dazu in der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag.)
Die Polizei tat ihr Möglichstes, für einen ordentlichen Ablauf des Grenzverkehrs zu sorgen. Die berittenen Einheiten mußten sich allerdings eher abseits halten - solche Menschenmassen hätten die Reittiere vermutlich doch nervös gemacht.
Symbolträchtig war die Zusammenarbeit zwischen Polizisten und Grenzsoldaten aus Ost und West (hier beim Plaudern). Die "Welt" berichtete am Montag über die Zusammenarbeit an der Mauer ("Am Brandenburger Tor schützen Polizisten aus Ost und West die Mauer vor Demonstranten", "Kaffee eint Ost- und Westpolizisten").
Die "besten Stücke" der Mauer wurden weiträumig abgesperrt, um zu verhindern, daß sich jeder sein Stückchen herausbricht.
Manchmal bedurfte es allerdings gar keines Hammers, um ein Mauerstück zu ergattern: Hier wird eines "von drüben" durch ein Loch in der Mauer gereicht.
Der dritte und letzte Teil der Tagestour erzählt von Abend und Nacht in Berlin.
| [deutsch] [english] [about] [contact] | Frederik Ramm, 2001-05-07 |