Fay Weldon: Worst Fears

Ned Ludd ist tot. Herzinfarkt vor dem Fernseher - scheinbar. Eigentlich ist dieses Buch gar kein Krimi. Seine Witwe Alexandra, Schauspielerin, muß irgendwie damit fertig werden. Trauer, ja - aber es ist nicht so, als bräche eine Welt zusammen. Die Ehe war eine harmonische, erfahren wir.

Naja, ein paar seltsame Ereignisse gibt es schon. Wieso scheinen andere viel trauriger zu sein als sie? Wieso meint die unattraktive Lucy Lint, den Hund der Ludds ausführen zu müssen, als habe sie das schon immer getan? Und einige Freundinnen von Alexandra benehmen sich auch seltsam.

Mit der Zeit gibt es immer mehr Anzeichen dafür, daß Ned nicht der treueste Ehemann war, und Alexandra mag dies zuallerletzt glauben - sie kann ihn ja irgendwie auch nicht mehr zur Rede stellen, was dem Problem eine intressante Dimension verleiht. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik - der Klappentext zitiert den Sunday Telegraph: "I cannot imagine a heroine tripping about quite so many banana skins in such a short space of time."

Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch ziemlich amüsant; die Autorin hat zum Glück darauf verzichtet, der Helding allzuviel Tragik anzudichten. Stattdessen nimmt sie die meisten Schicksalsschläge fast ein bißchen zynisch hin - und das Ende ist auch danach.

Bezugsquelle

Worst Fears


  Frederik Ramm, 2001-04-25