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Hauptfigur ist Hari Seldon, der eine neue Wissenschaft erfunden hat - "Psychohistory". Das galaktische Imperium bricht zusammen, und die einzig Vernünftigen sind die Menschen um Hari Seldon, die sich an einen entfernten Punkt der Galaxis absetzen.
"Psychohistory" ist der Trick, mit dem dieses Buch den Zusammenhang zwischen den fünf aufeinanderfolgenden Zeitaltern herstellt, die es schildert: Der Gedanke ist, daß zwar nicht vorhersagbar ist, was ein einzelner Mensch tut, aber je mehr davon auf einem Haufen sind, umso genauer kann man sagen, was passieren wird (ein Würfelwurf, und niemand kann sagen, was rauskommt, 1.000 Würfelwürfe, und ein Mittel von 3,5 ist ziemlich wahrscheinlich). So graben die Leute in jeder größeren Krise eine Botschaft vom guten alten Hari aus, die ihnen mehr oder weniger weiterhilft.
Das Buch beschreibt, wie die fragile intellektuelle Elite in ihrem Refugium sich durch verschiedene Zeitalter manövriert und sich stets an die vorherrschenden Konzepte anpaßt - mal spielen sie Priester und halten expansionsfreudige Nachbarmächte mit Religion in Schach (und mehr als "Brot und Spiele für die Leichtgläubigen" ist Religion hier wirklich nicht), mal über komplizierte Wirtschaftsbeziehungen. Daraus, wie respektlos hier die Religiosität oder später das Streben nach eigener Wohlstandsmehrung der Beteiligten ausgenutzt werden, läßt sich ein gerüttelt Maß an Gesellschaftskritik lesen, und das ist einer der Verdienste dieses Buchs. Ein relativ deutliches Plädoyer für Aufklärung und wissenschaftliches Prinzip.
SciFi-Rating: Keine Aliens, nur Menschen. Technische Details zuweilen recht nett erzählt, kaum Details über Planeten und deren Bewohnbarkeit (ist halt alles "da").
Ich kenne die anderen Werke aus der Serie noch nicht, aber dies hier war ganz nett zu lesen, nicht allzu dick (300 amerikanische Taschenbuchseiten), durchaus empfehlenswert. Preis ca. 6 US$, erhältlich im einschlägigen Internet-Buchhandel.
| [deutsch] [english] [about] [contact] | Frederik Ramm, 2003-01-09 |