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Ein Gedicht für die kranke AntjeAnmerkung: Die "beiden Claudien" zählten ebenfalls zu den angenehmereren Mitschülerinnen, und mit "Gesülze" ist natürlich gemeint, daß es auch unangenehme gab.
(oder: Reim' dich oder ich freß' dich!)Heute kam die Antje nicht
und ich genoß die freie Sicht
auf Frau Häckl, doch gar so
war ich darum auch nicht froh.
Denn auch zu mir wirkt dieser Blick
und so hielt ich mich zurück
mit Ballspiel und mit Kommentaren.Letztgenannte ohnehin
hatten heut' nur wenig Sinn;
das Publikum war stark vermindert
war Antje doch am Komm'n gehindert.
Gewiß, das kann ich nicht bestreiten,
hat's auch positive Seiten,
muß ich mir so die üpp'gen Punkte
mit nur wenig andren teilen.Doch all's in allem muß ich sagen,
daß es mir durchaus lieber ist,
wenn Du, statt Krankheit zu beklagen,
grad vor meiner Nase sitzt.
Allzu trocken, wissenschaftlich
wird mir sonst der Unterricht,
wenn kein Lachen, Lächeln sich
unter das Gesülze mischt.So hoff' ich, daß Du baldigst wieder
zu unserm Wohl genesen magst,
und von Hattersheim hernieder
Dich in unsre Schule wagst.Um den Vogel abzuschießen
und dem Wunsch sich anzuschließen
unterschreiben diese Seite
auch der Claudien alle beide:
| [deutsch] [about] [contact] | Frederik Ramm, 2001-04-24 |