nach dem Evangelium von Sven
Am Anfang schuf Podcast Sender und Empfänger. Der Sender war aber wüst und leer. Stille lag über dem Äther. Und Podcast sprach' es werde Radio. Podcast betrachtete das Radio
unzufrieden und bemerkte das es nach einer Weile sehr schlecht wurde.
Von einer fremden, von viel
winer Curry getränkten Ferne, drang die Kunde in das gelobte Land. Sie schmeckte nach mehr Freiheit für Sender und Empfänger. Vielen wurde es erlaubt zu
sprechen. Fast jedem wurde es erlaubt zu hören. Was immer und wann immer er wollte. Da ward eine große Last genommen von denjenigen die gepeinigt waren von Formatradio und politisch korrektem Einheitsbrei. Gängelung und Zensur durch Interessengruppen hatten keine Chance mehr. Podcast betrachtete sein Werk zufrieden und sah, daß es gut war.
Anfangs waren die Hürden hoch. Podcast schickte die Propheten
Fabio, Gerrit und
Michael in das Land, um die Wege auszubauen. Es den Menschen einfacher zu machen, frei zu sprechen. Und die Propheten waren fleissig und Podcast betrachtete ihr Tun mit wohlgefallen.
Doch die Idee war nur wenigen Hörern bekannt. Offene Menschen, vor allem viele junge Leute waren schnell zu begeistern. Bei Menschen, die
anders waren und tradionell nach mehr Freiheit strebten, fiel die Idee auf
fruchtbaren Boden. Doch der Arbeitskollege, die Verkäuferin aus dem Supermarkt oder der Montage-Facharbeiter hörten einfach nicht hin.
Die Jünger fanden sich immer häufiger zusammen und diskutierten heftig. Wie sollten Hörer für die Idee gewonnen werden? Der freie Transport von
neuen Ideen und subjektivem Wissen trat auch im Medium selbst in den Hintergrund. Es drehte sich fast alles nur noch um die Hörerzahlen und Strategien zur Gewinnung von noch mehr Publikum.
Nun bildeten sich Sekten, die verschiedene Auffassungen in diesen Fragen vertraten. Spannungen führten zu
schrecklichen Auseinandersetzungen. Manche strebten nach mehr Aufmerksamkeit und Bestätigung, andere waren ob der wirtschaftlichen Not im Lande darauf angewiesen, sich zu verkaufen. Menschen wurden manipuliert Dinge zu tun, die nicht Ihrer Auffassung entsprach. Es war ein
großes Wehklagen unter den Sendern, die nur aus Spaß an der Freude aktiv waren und zwischen die Mühlen zu geraten drohten.
Doch Podcast sprach' zu Ihnen durch Ihr eigenes Werk und manche Sender hörten tatsächlich die Gebote. Du sollst:
- ... nicht lügen, leugnen und verleumden.
- ... nicht manipulieren irgendwelche Charts, Bewertungen und Kommentare.
- ... nicht neidisch sein, gegen Deinen Nachbar und seine Arbeit achten, wie Du es wünscht, daß Du und Dein Tun geachtet werden.
- ... einfach weitermachen, selbst wenn Du die Aufmerksamkeit vermisst. Wenn Du Dich fragst, wieso Du das alles eigentlich machst, dann schau auf die Liste der Gründe, wieso Du damit überhaupt angefangen hast.
- ... aufhören, wenn Du die Freude verlierst oder Du Dich selbst verleugnest
- ... wieder anfangen, wenn Du die Zufriedenheit vermißt, etwas gutes getan zu haben.
- ... Dich ausprobieren, experimentieren, scheitern und aus den Fehlern lernen.
- ... Dich immer anstrengen und den Namen des Podcast nicht beschmutzen.
- ... den Menschen dienlich sein und deren Zeit nicht verschwenden.
- ... an den Hörer denken bei allem Deinem Tun.
Das alles sollst Du tun, aber nicht, weil man das nicht tut der Sache
wegen, sondern weil es Deine Hörer merken werden.
... wird fortgesetzt ...
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